Interviews – vorgefertigt oder individuell

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Durch einen Podcast auf welchen ich per Zufall aufmerksam geworden bin, möchte ich das Thema “Interview” nochmal aufgreifen.

Vielversprechende Podcast-Episoden-Titel

Um was geht es im konkreten. Der Podcast klang an sich zunächst vielversprechend. Auch der jeweilige Titel der Folgen klang nach interessanten Interviewgästen. Doch bereits beim Anhören des ersten Interviews kam mir etwas komisch vor. Ich hatte direkt den Gedanken ob es sich hier nun um ein echtes, “live” geführtes Interview handelt oder um die Aneinanderreihung von Fragen und Antworten. Aufgefallen ist es mir durch die Tonqualität und die Reaktionsschnelle der Interviewgäste.
Beim Anhören weiterer Interviews bestätigte sich dann mein Verdacht.

Vorgefertigte Audioschnippsel zusammengeschnitten

Die Fragen des Gastgebers waren immer dieselben. Dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegenteil, damit kann man wunderbar Vergleiche ziehen und die unterschiedlichen Herangehensweisen erkennen.
Jedoch waren diese Fragen einmal aufgezeichnet worden und -meine Mutmaßung- dem Interviewgast entweder als Audio oder in Schriftform zugeschickt worden. Dieser solle dann seine Antworten einsprechen und dem Gastgeber zurücksenden. Das Ganze wurde dann letztlich zusammengeschnitten. Es war also keinerlei Interaktion, keine Individualität und damit auch irgendwie Authentizität vorhanden.
Je länger ich gehört habe, desto mehr beschlich mich das Gefühl, daß man hier auf möglichst einfache Art einen Podcast produziert, nur um einen Podcast zu haben. Da alle Gäste dieselben Fragen bekamen waren manche dann auch unpassend. Ein fiktives Beispiel “Wie siehst Du den Umgang mit Email Marketing. Wie ist dein Verhältnis zu Emailmarketing. Findest du es gut oder schlecht”. Eine an sich interessante Frage. Jedoch etwas seltsam wenn man diese dann einem Emailmarketing Experten stellt, der damit sein Geld verdient. Denn natürlich findet er das ganze super.
Da alle Fragen vorgefertigt und für alle gleich waren, kam bei mir auch das Gefühl hinzu, daß sich der Gastgeber absolut nicht mit dem Gast beschäftigt hat, im Vorfeld. Sondern einfach “plump” an alle bekannten Namen eine Email mit den Fragen versendet wurde und wer dabei sein möchte, schickt die Antworten zurück. Fertig.

Mein Fazit und meine Bitte

Man könnte nun meinen OK, vielleicht hat der Gastgeber Angst, eine enorme Nervosität Interviews zu führen. Der betreffende Podcaster in diesem Fall ist jedoch sehr bekannt, ist Speaker, hat einen Youtube Kanal, etc. Die Wahrscheinlichkeit das er mit sowas nicht umgehen kann halte ich hier für relativ gering.

Für mich persönlich, auf diese Art und Weise, jedoch völlig am Medium Podcast, insbesondere Interview, vorbei. Ich habe das Abo gelöscht und werde mir keine weiteren Folgen anhören.

Meine Bitte, so verlockend diese Möglichkeit ist, auf diese Art und Weise Audio Content zu erstellen, so sehr kann sie jedoch auch ins Negative gehen. Denn ein Podcast und Interviews leben doch genau von dieser Individualität. Bei mancher Frage hackt man vielleicht nochmal nach. Andere Fragen formuliert man entsprechend um, usw.
Für mich war das mit Abstand der schlechtest gemachte Podcast, der mir bisher über den Weg gelaufen ist. Das ist meine ganz persönliche Meinung!

LG Dominic

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